Mittwoch, 30. Juli 2008

29. Juli 2008 - pechschwarzer Tag 0 meiner Reise

Eigentlich ist es schon fast lustig, aber lachen werde ich wohl erst können, wenn ich mein Ticket in der Hand halte und mein Gepäck aufgegeben habe. Denn momentan ist es nur zum Heulen...!!!

Meine langersehnte Reise nach Alicante - OK, es waren nur 3 Wochen des Wartens - hat wunderbar idyllisch mit einer Zugfahrt durch die wunderschönen Landschaften Brandenburgs Richtung Berlin begonnen. Am Berliner Hauptbahnhof sollte ich dann den ICE Richtung Dortmund nehmen, um dann hier in den EasyJet-Flieger nach Alicante zu steigen. Diesen ICE habe ich allerdings nie zu Gesicht bekommen. Er fuhr - Dank der Inkompetenz und Blödheit einer DB-Angestellten - ohne mich nach Dortmund.

Da er nicht, wie geplant, am Gleis 14 fuhr, begab ich mich in das DB-Reisezentrum. Hier wollte ich in Erfahrung bringen, von welchem Gleis aus mein Zug startet. Die fette Dame (mit einer furchtbar schlechten Frisur) schaute mich an und sagte im beklopptesten Berliner Dialekt: "Oberleitungsprobleme - der fährt vom Ostbahnhof!" OK, scheisse, aber nichts wie hin zum Ostbahnhof. Dort angekommen suchte ich sogleich den Servicepoint der Bahn auf, wo man mir erstmal meinen Urlaubstraum zerstörte. Der ICE FUHR vom Hauptbahnhof. Die Betonung liegt hierbei auf FUHR, denn er war weg - ohne mich an Bord!!! Und einen anderen Zug, der mich der 3. Heimat nähergebracht hätte, gab es nicht. Bumms!!! Wat nu? Das erste, was mir so spontan einfiel war: HEULEN! Nicht gerade einfallsreich, aber für Kreativität bin ich nun mal nicht gerade bekannt. Es folgte ein hysterisch-heulender Anruf bei...na, bei wem wohl -> Mama. Aber sie konnte mich auch nicht beruhigen, geschweige denn helfen. Gut, jemand Kompetentes muss her -> Sanne! Nach stundenlangem Hin- und Hertelefonieren hier nun die Lösung -> Sanne bucht bei opodo.de 'nen Airberlin-Flug für einen wirklich guten Preis. Von EasyJet verlange ich die Steuern zurück, da ich diesen Flug nie antreten werde - rückblickend bzw. vorwärts-rückblickend, aus privaten Gründen nie angetreten habe. Und bei der Bahn wird Beschwerde eingereicht, da dieser schlechtfrisierte Wal mir 'ne 1a-Falschauskunft gegeben hat! Miese mache ich trotzdem, aber ich hoffe, es hält sich in Grenzen.

Mein bei opodo.de gebuchter Flug geht nun also von Tegel - was für'n glücklicher Zufall, dass ich gerade in Berlin bin...Jedenfalls habe ich dann umgehend den Bus Richtung Tegel genommen, um nicht auf dem mittlerweile verhassten Hauptbahnhof nächtigen zu müssen. Auf der Fahrt habe ich mich noch mit dem Busfahrer, Rainer, 37 Jahre, angefreundet. Ein typischer, aber wenigstens netter Berliner. Gut, verloben würde ich mich nicht gleich mit ihm, auch wenn er es gern gewollt hätte (im Scherz natürlich), aber wenigstens musste ich mal wieder lachen. Dafür war er gut.

So, und nun sitze ich halb liegender Weise im Terminal D in Tegel (aus Terminal A haben sie mich und den Rest unseres Ferienlagers "rausgeschmissen", weil dieses halb 1 schliesst und erst um 4 wieder öffnet). Sobald es wieder arbeitende Menschen in Tegel gibt, werde ich einen Run auf die Info starten, damit die mir sagen, wo dieser verdammte Rewe-Schalter ist, an dem mein Ticket liegt. Denn erst, wenn ich das in Händen halte, ist es sicher, dass ich nach Alicante fliegen werde. Da ich meinen Urlaub betreffend bis jetzt echt vom Pech verfolgt wurde, bin ich jetzt, nachts halb 1, noch nicht sicher, ob ich morgen früh im Flieger sitze oder doch eher im Zug gen Doki. Ich hoffe, es wird der Flieger sein. Opas Geburtstag muss mir Glück bringen!



Jedenfalls hatte ich ganz vergessen zu erwähnen, dass in Tegel Nachtflugverbot herrscht. Somit erklärt sich auch, warum ein ganzen Terminal auf dem grössten Flughafen der Hauptstadt schliesst. Hier gibt es gerade wirklich niemanden mehr (nicht einmal mehr Security-Personal), ausser uns vermeindlich Reisenden (momentan eher "Ruhenden").

Gerade habe ich festgestellt, dass ich die beiden Piccolo-Fläschchen Sekt, die ich für Tina und mich mitgenommen hatte, auf der Toilette in Terminal A (das, was jetzt grad geschlossen ist) vergessen hab. Nun wollte ich mir wenigstens einen auf den ganzen Frust reinpfeifen und nicht mal das hat geklappt :-( Wenigstens trinke ich meinen ersten Kaffee seit 6 Tagen und bisher bekommt er mir ganz gut. Sollte wohl in Zukunft immer einen Schuss Milch reintun. Mein Magen hat mir in den letzten Tagen schmerzlich bewusst gemacht, was ich ihm antue. Schmeckt auch gar nicht sooo schlecht, wenn er nicht pechschwarz ist. Es ist gerade erst halb 2....

Oh man, irgendjemand schnarcht hier. Geht mir grad gewaltig auf die Nerven und dieses monotone Geräusch macht müde. Habe aber nicht vor einzuschlafen. Nachher verpenne ich noch meinen Flug...bei meinem derzeitigen Glück. Was könnte man denn noch tun, um wachzubleiben??? Spazieren gehen? Mit 15 kg Marschgepäck fällt das wohl flach. Es ist gerade 2, glaube ich zumindest. Wissen tue ich es nicht genau, da ich das Handy aus Akkugründen ausgeschaltet habe und weit und breit keine Uhr entdecken kann. Noch 2 Stunden und Terminal A öffnet wieder seine Pforten. Hätte ich mal bloss den Laptop mitgenommen, dann könnte ich wenigstens Solitaire spielen... Der 29.07.2008 - ein schwarzer Tag! Jetzt weiss ich auch, warum ich NIE 27 werden wollte. Ich hoffe nicht, dass das folgende Jahr hält, was der heutige Tag versprochen hat!

Die Nägel sind manikürt, das Beatles- und Green Day-Album durchgehört und es ist halb 4. Halleluja! Fast geschafft! Bald öffnet Terminal A. Bin ich froh, dass man deutsches Wasser aus der Leitung trinken kann, ansonsten wär' ich bestimmt schon 'nen 10er am Getränkeautomaten losgeworden. Allein so'n Finkenbecher Milchkaffee kostet da 1,50 EUR. Der selbe schlechte Trank, den man an der Uni für 0,50 EUR bekommt - Flughafenpreise...

Mich würde interessieren, ob Tina's Nachtzug pünktlich in Dortmund ankommt, so dass sie wenigstens den Flug bekommt.

Nun habe ich doch noch eine Steckdose für's Handy gefunden. Es lädt und es ist 4:09 Uhr, um es ganz genau zu nehmen. Ich sitze gerade zwischen TUI-CheckIn-Point und Zigarettenautomat und warte noch einen Augenblick ab, bis das Telefon wieder genug Saft hat, um eventuell kommende Havarie-Anrufe zu überstehen. Sieht bestimmt ganz schön asi aus. Fehlen nur noch die Pulle Bier und die zerissenen Hosen.



Mittlerweile habe ich ein ganz gutes Bauchgefühl, dass ich in ein paar Stunden wirklich spanischen Boden unter den Füssen habe.

Die Lichter im Flughafen gehen an. Es ist 4:20 und Tegel wird wieder Leben eingehaucht - neuer Tag, neues Glück?

Eines haben Tina (ihr Nachtzug hatte fast 'ne Stunde Verspätung - sie hätte fast den Flug verpasst) und ich heute gelernt: NIE WIEDER ZUG ZUM FLUG!!!!

An dieser Stelle möchte ich nochmal Sanne danken ohne deren Hilfe ich jetzt am Strand von Bad Erna liegen würde.

Sobald ich einen vernünftigen Computer habe, werde ich Fotos nachladen. Versprochen!

Dienstag, 1. Juli 2008

Hogueras - Fiesta de puta madre!!!!

Nun ist es auch leider schon wieder vorbei - das Fest, auf das sich Alicante das ganze Jahr über vorbereitet hat - die Hogueras. Hoguera bedeutet soviel wie Freuden- oder Lagerfeuer und war ursprünglich ein heidnisches Fest zur Sommersonnenwende. Die Katholiken haben sich diesen Brauch zu eigen gemacht und leuten mit den Hogueras den Tag des San Juan ein. Aber egal, welchen Ursprungs - es ist einfach nur GEIL!!! Die komplette Innenstadt war abgesperrt, in den Straßenzügen waren sogenannte Barracas aufgebaut, was im Prinzip ein mit Bauzaun abgesperrtes Stück Straße ist - einige privat und mit "Türsteher", damit auch ja niemand reinkommt, der nicht dorthin gehört, und einige öffentlich, wo man einfach reinspazieren und feiern konnte. An jeder Straßenecke standen haushohe Figuren, die Unmengen an Geld kosten (die größten ca. 130.000 EUR pro Stück, dazu gehören auch die beiden auf den Fotos - natürlich handelt es sich hierbei um einen Wettbewerb bei der die schönsten prämiert werden), eine Karikatur von irgendetwas darstellen und am 5. Tag einfach niedergebrannt werden. Ein Jammer, aber auch wiederum ein Schauspiel, dass seinesgleichen sucht.

Meine beiden Lieblingsfiguren, wobei die linke vom Rathaus gestiftet wurde und somit außer Konkurrenz war


Und das ist alles, was nach einer ca. 20-minütigen Brenndauer übrig bleibt

So hat Alicante 5 Tage lang gefeiert und gefeiert und gefeiert. Bis Früh um 5 und ab Früh um 9 ging es weiter. Da die Spanier alles toll finden, was laut ist, sind einem auch pausenlos Böller um die Ohren geschmissen worden, so dass ich teilweise nur noch mit Ohropax vor die Tür gegangen bin. Angst hatte! Mag das Geknalle nicht - anders gesagt: ich HASSE es!!! Aber verhindern kann man es nicht. Selbst Eltern zünden mit Ihren kleinen Windelkackern die Dinger. Und die Kinder plärren nicht vor Schreck (wie es die deutschen tun würden), sondern freuen sich umso mehr, je lauter es ist... Hätte am liebsten alle umgebracht, wenn ich nicht andauernd mit wegrennen beschäftigt gewesen wäre...

Nach den Hogueras ging die Fiesta nahtlos weiter. Die Freßbuden wurden größtenteils gar nicht erst abgebaut, denn ab Mittwoch gab es um Mitternacht täglich ein Feuerwerk am Strand - bis Sonntag - jeden Tag 20 - 30 Minuten. Das war, wie bei den Figuren, natürlich auch wieder ein Wettbewerb. Einfach so wär ja langweilig. Aber schee war's. An 5 Tagen 5 tolle Feuerwerke zu sehen, das wird wohl so schnell nicht mehr passieren. Und solange es sich um kontrolliertes Geknalle handelt, kann ich daran auch durchaus megagroßen Gefallen finden.

Außerdem gab es ja dann noch die EM. Auch wenn sich die Spanier (zumindest die in Alicante) erst ab dem Viertelfinale dafür zu interessieren begannen. Das Endspiel haben wir (7 Deutsche) inmitten von 300 Spaniern geschaut - Gott sei Dank hat Spanien gewonnen - sonst hätte es 7 tote Deutsche gegeben. Aber im Ernst - im freue mich für Spanien, weil es einfach ein verdienter Sieg gewesen ist - vor allem, wenn man die Leistung über das ganze Turnier betrachtet und dann mit der deutschen vergleicht. Ist zumindest meine Meinung, auch wenn ich mir so sehr einen Sieg gewünscht hätte. Schon allein, um mir den Sieg in unserem Alicante-EM-Tippspiel zu sichern. So mußte ich mir Platz 1 mit Heidi (aus Österreich) teilen, da sie für Spanien getippt hatte. Aber auch gut. Dabei sein ist alles und ich konnte meinen Einsatz verdreifachen.


Vor und nach dem Spiel - wie unschwer zu erkennen ist

Mittlerweile sitze ich schon auf halbgepackten Koffern. Freitag rückt immer näher und somit meine Heimreise. Meine Abschiedssentimentalität wird von der Prüfungsangst vor BDVA stark überschattet, so dass ich einfach nur dieses Teil schreiben und bestehen will. An mehr kann ich fast gar nicht mehr denken. Komme ja im August eh wieder her (zwar nur 2 Wochen, aber besser als nix) und kann dann meinen Tränen freien Lauf lassen.

Bis bald - einige von Euch sehe ich hoffentlich schon am Freitag wieder. Ab Samstag oder Sonntag (wahrscheinlich eher Sonntag) bin ich dann erstmal wieder in Dresden.

Liebste Grüße :-)

Freitag, 13. Juni 2008

Hilfe...Wir verhungern!!!

Ihr habt es sicherlich schon in den Nachrichten gehört - Spanien befindet sich im Streik!!! Es fährt wohl kein Lkw mehr, was in der Konsequenz bedeutet, dass wir vor leeren Supermarktregalen stehen. Die Leute tätigen fleißig ihre Panikkäufe und so ist alles noch schneller leer als es normalerweise der Fall wäre. Auch wir sind von dieser Hysterie nicht ganz verschont geblieben und haben uns erstmal mit 20 Litern Trinkwasser eingedeckt. Kann ja vieles vertragen, aber wenn das Wasser knapp wird, werde ich panisch!!! Bin mal gespannt, wie lange das noch so weitergeht mit der Streikerei. Solange der Mercado Central (die Markthalle) noch geöffnet ist, kann uns verhungerungstechnisch jedenfalls nicht viel passieren, denn dort verkaufen Fleischer, Fischer und Bauern ihr Zeug und soweit ich weiß, befinden diese sich gerade nicht im Streik. Hier ein paar Impressionen:



Zur Zeit genießen wir die mehr oder weniger Ferien. Da es uns am Strand langsam langweilig wird, waren wir jetzt schon zweimal im Hotel Melia Alicante (4 Sterne), um den dortigen Pool und Whirlpool sowie die ergonomisch geformten Liegen auszuprobieren. Hat niemand gemerkt, dass wir keine Hotelgäste sind. Und wenn man sich die Urlauber dort anschaut, verwundert mich das auch wenig! Jedenfalls war es herrlich über den Dächern von Alicante mit Meerblick im Pool zu schwimmen und bei Blick auf den Hafen im Whirlpool zu sitzen :-) Auch hier ein paar Bilderchen:



Und gerade eben hat sich unser Boiler verabschiedet. Gott sei Dank funktioniert mein Lappi noch (Wasser aus der Wand - in mein Fenster - auf meinen Laptop), denn ich habe mein Fenster zum Balkon auf diesem bis eben noch der Boiler hing. Ehe wir den Haupthahn für's Wasser gefunden hatten, sind auch ca. 10 Minuten vergangen. Ich find's grad voll lustig :-))



Ansonsten bin ich gerade (relativ) fleißig am Lernen für meine BDVA-Prüfung im Juli. Es geht mega schleppend voran. Ist aber auch ein scheiß!!! Wer sich den Kram ausgedacht hat - man müsste ihn verklagen!!! Ihr müsst Euch das mal vorstellen - keinen Satz versteht man, ohne im Abkürzungsverzeichnis nachzuschauen. Das ist doch krank!!! Aber mühsam nährt sich das Eichhörnchen...Ich schaff' das schon ;-)

Bis bald

Donnerstag, 29. Mai 2008

Jetzt wird es ernst... ;-)

Schon ist das Semester hier wieder vorbei. Heute habe ich meine erste Prüfung... Aber nur Englisch. Sollte eigentlich kein Problem sein - vor allem, wenn man das Niveau des Unterrichts und die Sprachfähigkeiten von Professor und "einheimischen" Studenten betrachtet. Horrible!!! Sowas von schlecht! Habe selten erlebt, dass sich eine ganze Nation so dermaßen gegen eine Fremdsprache wehrt. Hier existiert nicht einmal das Wort "Jeans". Nein, Jeans heißt hier vaquero... Von anderen, eigentlich nicht übersetzbaren, Wörtern mal ganz abgesehen. Aber ich glaube, die Spanier haben's jetzt begriffen. Selbst Kleinkinder bekommen mittlerweile schon Unterricht in Englisch. Sowenig wie es einem gefallen mag - Englisch ist nun mal Weltsprache (und Sprache der Wissenschaft) und wenn man vom Globalisierungsgedanken ausgeht, ist es unverzichtbar! Selbst Studenten in meinem Alter (würde mich mal als jung bezeichnen) können es nicht. Ich glaube, die Generation der um 2002/2003-Geborenen wird das erst ändern...

Na ja, jedenfalls geht mir der Arsch jetzt schon ein wenig auf Grundeis. Einerseits bereue ich, dass ich die Uni hier so schleifen lassen habe. Aber wenn es nichts gibt, was einen motiviert (z.B. Fächer, die man sich an der heimischen Hochschule anrechnen lassen kann), fällt es halt schwer, sich um 7 in der Frühe aus dem Bett zu quälen und erst 12 Stunden später wieder daheim zu sein. Von daher würde ich es wieder genauso machen - ich bereue nichts!!! Denn Spaß hat's gemacht ;-)

Nun denn, ich werde meine Nase nochmal kurz ins Englischbuch halten. In anderthalb Stunden mache ich mich auf den Weg in die Uni um mich prüfen zu lassen.

Übrigens, ich werde am 4. Juli wieder in Deutschland ankommen. Rückflug ist seit gestern fest gebucht.

Grüße :-)

Montag, 19. Mai 2008

Ach ja, und dann gab's ja noch 'ne Mottoparty

Um das Album zu komplettieren, hier noch ein paar Bilder von der Mottoparty "Film" bei Heidi. Ihr erinnert Euch an Heidi? Stolze Zweitplatzierte beim Sangria-Lauf. Mal schauen, ob Ihr die Kostüme erkennt. Einige von uns waren sehr einfallsreich...


Fluch der Karibik (links) und Grease meets Baby von Dirty Dancing (rechts)


300 und ein gelber "Rockstar"


Er nannte sich selbst "Rambo gay"

Nachtrag Sangria-Lauf

So, nun habe ich auch die Fotos von dem bereits erwähnten Sangria-Lauf. Erstmal möchte ich was zu den Spielregeln sagen, bevor die Fotos kommen. Sonst versteht man das ja nicht. Also, wir haben uns am Nachmittag um 4 auf dem Castillo getroffen und sind dann in 2er-Teams und bewaffnet mit 3 Litern Sangria (je 2 Personen) oder äquivalent 1,5 Litern Rotwein Richtung Strand gegangen. Gewonnen hat das Team, das zuerst am Strand war und alles ausgetrunken hat. Klingt ganz einfach, ist es aber nicht, wenn man bedenkt, dass wir am 1. Mai an die 30°C hatten und einige noch mit Restalkohol vom Vortag gestartet sind... Jedenfalls hat Team Deutschland, das aus mir und einer Deutsch-Schweizerin bestand gewonnen. Knapp (ca. 10 m) vor Team Österreich-Deutschland.

Nun will ich Euch aber nicht weiter mit der Theorie nerven! Hier die Fotos:


Treffpunkt war der Busparkplatz auf dem Castillo


Kurz nach dem Aufbruch


Kurzer Zwischenstop


Die Erst- und Zweitplatzierten - sichtlich mitgenommen, aber stolz wie Oskar


Nach dem Ausruhen haben wir noch ein wenig am Strand gegrillt

Montag, 12. Mai 2008

Und schon sind die schönen Tage wieder vorbei...

Dass hier die Zeit aber auch immer so schnell vergehen muss...!!! Unglaublich. Gerade habe ich meine Familie vom Flughafen abgeholt und schon sind se wieder weg :-( Aber wir hatten eine tolle Woche. Zu viert auf einem Haufen über eine Zeit von mehr als 3 Tagen - das gab's schon lange nicht mehr - ewig, möchte ich fast sagen! Leider hat uns das Wetter (Omega ist Schuld) ganz schön im Stich gelassen. Während Ihr bei sommerlichen 25 Grad zu Hause geschwitzt habt, hatten wir typisches deutsches Aprilwetter. Wenn man bedenkt, dass es in Alicante nur 2 Regentage pro Jahr gibt (wobei ich das für übertrieben halte - 7 werden's schon sein), dann haben wir diese voll mitgenommen. Abgesehen davon, dass dadurch der Strand zu kurz gekommen ist, konnten wir uns durch dieses blöde Wetter auch nicht alles ansehen, was für die Woche geplant war.



Die Familie wieder vereint :-))


Am Dienstag waren wir in Altea. Auch diese Stadt ist, glaube ich, nur durch den Seat, welcher danach benannt wurde, ein Begriff. Verständlich, da die sehr klein ist, aber dafür wunderschön!!! Auch hier waren die Mauren fleißig am Werk und haben ihre Spuren hinterlassen. Die wunderschöne Kirche (mit dem typischen blauen Dach) ist der Mittelpunkt der Altstadt, die auf einem Hügel liegt und ganz Rest-Altea überragt. Hier mal ein paar Fotos von dem Spektakel:






Die bezaubernde Altstadt von Altea


Mittwoch ist dann der typische Strandgänger-Anfänger-Fehler passiert: ein fetter (aber echt so richtig schlimmer) Sonnenbrand auf Sannes Waden. Auch hier füge ich mal ein Foto bei. Das muss man einfach gesehen haben!!! Dabei schien das Wetter gar nicht so gut zu sein. Es war bewölkt, windig und etwas frisch. Aber die Sonne Spaniens kennt keine Gnade. Kraft hat se wie verrückt!!!

Keine Angst - die roten Streifen kommen von der Aloe Vera, mit der wir den Sonnenbrand behandelt haben ;-) Aber auch ohne Streifen sieht es echt übel aus...


Donnerstag hat uns das Wetter dann endgültig im Stich gelassen. Es hat geregnet wie aus Eimern. Der Natur tat es sichtlich gut - den Urlaubsplänen weniger. Das Fango-Becken (auf das wir uns schon so gefreut hatten) fiel flach und wich einer kleinen Autotour durch Elche - einer größeren, aber sehr unbedeutenden Nachbarstadt von Alicante. Abends waren Sanne und ich dann zum Erasmus-Grillen in meiner (also unserer, denn ich wohne ja nicht allein) Wohnung. Mama und Papa hatten sozusagen Freizeit... ;-)

Freitag ging's dann zur Städtereise auf nach Valencia. Auch hier hat uns Petrus im Stich gelassen. Sind bei heiterer und angenehmer Witterung in Alicante losgefahren und bei Regen in Valencia angekommen :-( Nicht gerade die besten Voraussetzungen für einen Stadtbesuch, allerdings ist die Stadt so schön, dass ihr selbst ein grauer, verregneter Tag nix anhaben kann - nicht viel jedenfalls. Allerdings waren wir (aufgrund des trügerischen Sonnenscheins in Alicante) nicht ganz passend gekleidet und haben nach 4 Stunden die Heimreise angetreten. Aber schön war's trotzdem!!! In Valencia ist mir übrigens ein typischer Möbus passiert: Als ich unter einem riesen Gummibaum durchgelaufen bin, machte es auf einmal "Platsch" auf meinem Kopf. "Boahh", dachte ich mir, "Das war aber ein großer Regentropfen!". Pech nur, dass es kein Wasser, sondern AA war, die es sich auf meinem Zopf bequem gemacht hat. Und ich sag' nur soviel: Es war keine Vogelkacke. Es war braun-gelb und roch sehr stark - iiiihhhhgitttt!!!!


Jardines del Turia - das 1957 trockengelegte Flussbett des Turias (oben) und der böse Gummibaum, der deutliche Spuren auf meinem Haar hinterlassen hat (unten)




Die Kathedrale von Valencia




Lonja de la Seda - die Seidenbörse


Den krönenden Abschluss hat die Woche in einem Besuch auf dem (schon viel beschriebenen) Campus der Uni und einem Besuch auf dem Castillo gefunden. Hier könnt Ihr Euch mal ein Bild davon machen, was es heißt, in Spanien zu studieren:



Das Wahrzeichen des Campus' - die Hand!!!




Der Campus ansich - Studieren, wo andere Urlaub machen!


Ist es nicht traumhaft? Da könnten sich unsere Städteplaner (oder in wessen Aufgabenbereich die Campus-Gestaltung auch immer fällt) mal 'ne Scheibe von abschneiden!!!

So, das war die Möbus-Woche. Nun sind leider meine letzten anderthalb Monate angebrochen. Schon übel, wie schnell die Zeit vergeht. Bin doch gerade erst angekommen.....

Liebe Grüße in die Heimat ;-)